Abwärme von Rechenzentren nutzen!
Die Linksfraktionen in der Gemeindevertretung Wustermark und in der Stadtverordnetenversammlung Potsdam begrüßen die geplante Zusammenarbeit beider Städte und Gemeinden zur Nutzung der Abwärme aus den entstehenden Rechenzentren in Wustermark für eine sozialverträgliche und klimafreundliche Wärmeversorgung in der Region.
Im Zuge der Ansiedlung zweier Rechenzentren in Wustermark entsteht ein erhebliches Potenzial an nutzbarer Abwärme. Diese Energie soll künftig nicht ungenutzt bleiben, sondern für ein Wärmenetz genutzt werden, das Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen in der Region versorgen kann. Neben der Versorgung von Wustermark und umliegenden Ortsteilen wird auch eine Anbindung an das bestehende Fernwärmenetz der Landeshauptstadt Potsdam geprüft.
Grundlage dafür soll eine Machbarkeitsstudie sein, die sowohl den Aufbau eines Wärmenetzes in Wustermark als auch eine mögliche Wärmeleitung in Richtung Potsdam untersucht. Ziel ist es, diese bislang ungenutzte Energiequelle für eine klimafreundliche und langfristig bezahlbare Wärmeversorgung der Bürgerinnen und Bürger nutzbar zu machen.
Fabian Streich, Fraktionsvorsitzender Die Linke in der Gemeindevertretung Wustermark: „Wenn Rechenzentren entstehen, muss auch die dort anfallende Abwärme konsequent genutzt werden. Diese Energie darf nicht ungenutzt verpuffen, sondern sollte den Menschen vor Ort zugutekommen. Gerade bei zentraler Infrastruktur wie der Wärmeversorgung ist es wichtig, dass sie in öffentlicher Hand bleibt. So können Klimaschutz, Versorgungssicherheit und sozial verträgliche Wärmepreise besser gewährleistet werden als bei rein profitorientierten Modellen.“
Tobias Woelki, Fraktionsvorsitzender Die Linke in der Stadtverordnetenversammlung Potsdam ergänzt: „Für den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energien in der Fernwärme brauchen wir neue klimafreundliche Wärmequellen. Die Abwärme aus Wustermark kann ein wichtiger Baustein für die zukünftige Wärmeversorgung im Potsdamer Norden werden. Dabei muss klar sein: Energieversorgung ist Teil der öffentlichen Infrastruktur und darf nicht allein privaten Profitinteressen überlassen werden.“
Beide Fraktionen kündigen an, den weiteren Prozess politisch aktiv zu begleiten. Sie wollen sich in den kommenden Monaten intensiv in die Ausarbeitung der Planungen und die politischen Entscheidungen einbringen, damit ein Wärmenetz entsteht, das ökologisch sinnvoll ist, demokratisch kontrolliert wird und für die Menschen bezahlbar bleibt.
Die Linksfraktionen sehen in der Zusammenarbeit zwischen Wustermark und Potsdam zudem ein gutes Beispiel dafür, wie Städte und Gemeinden gemeinsam an Lösungen für Klimaschutz und eine sozial gerechte Energieversorgung arbeiten können.

