Auf Reserve fährt kein Bus: ViP-Beschäftigte brauchen endlich Entlastung!

Anlässlich des Arbeitskampfes der Beschäftigten der ViP erklärt Tobias Woelki, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung:

„Wir stehen kompromisslos an der Seite der ViP-Beschäftigten. Hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel und unzumutbare Schichtfolgen sind nicht akzeptabel. Wer täglich Verantwortung für die Mobilität tausender Menschen trägt, hat Anspruch auf verlässliche Ruhezeiten, echte Entlastung und faire Bezahlung. Als Gesellschafterin darf sich die Landeshauptstadt Potsdam nicht länger wegducken und die berechtigten Forderungen umgesetzen.

Dass auch die Kolleg:innen bei der BVG zurecht für bessere Arbeitsbedingungen streiken, zeigt den enormen Druck im Nahverkehr. Potsdam muss handeln und die Bedingungen bei der ViP endlich anheben, statt den Braindrain nach Berlin hinzunehmen. Ohne die ViP steht Potsdam still. Diese Arbeit verdient spürbaren Respekt: mit besseren Arbeitsbedingungen und ordentlicher Bezahlung.“

Hintergrund:

Der TV-N B (Tarifvertrag Nahverkehr Berlin) ist bei den Entgelten seit Jahren besser als der TV-N BRB (Tarifvertrag Nahverkehr Brandenburg).
Das führt dazu, dass Nachwuchs und neuer Mitarbeiter:innen aus dem ganzen Speckgürtel eher zur BVG gehen als zur ViP.
Das liegt vor allem an der starken Steigfähigkeit der BVG. Wenn die ViP jetzt auch eine hohe Streikbereitschaft zeigt, steigt die wahrscheinliche der Angleichung an den Berliner Vertrag, wovon die ViP langfristig profitieren würde.