Das Leben fährt runter, wenn der Fahrstuhl nicht geht
Im der Johannes-Kepler-Platz 2, einem Haus der ProPotsdam, im Potsdamer Süden bewegt sich seit Oktober [1] der Fahrstuhl nicht mehr. Besonders für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen hat das gravierende Folgen. Vor diesem Hintergrund stellt die Stadtverordnete Anja Günther eine Anfrage in der Stadtverordnetenversammlung.
Dazu erklärt Anja Günther, Stadtverordnete der Linksfraktion und Mitglied des Bauausschusses:
„Ein ausgefallener Fahrstuhl ist für mobilitätseingeschränkte Menschen kein bloßes Ärgernis, sondern bedeutet im schlimmsten Fall, dass sie ihre Wohnung tagelang nicht verlassen können. Sie sind damit von Versorgung, medizinischer Hilfe und sozialer Teilhabe abgeschnitten. Das darf nicht sein. Vermieter müssen solche Fälle priorisieren und unverzüglich handeln. Als größter Vermieter und kommunales Unternehmen steht die ProPotsdam hier in besonderer Verantwortung. Menschen dürfen nicht wochenlang alleine gelassen werden. Die Landeshauptstadt muss als Gesellschafterin sicherstellen, dass ausreichend personelle, strukturelle und materielle Mittel vorhanden sind, um solche Situationen künftig zu verhindern.“
[1] Richtigstellung der ProPotsdam am 19.01.2026:
Das Gebäude befindet sich im Eigentum der ProPotsdam und verfügt über zwei Aufzugsanlagen, zu denen uns bei einer Anlage zeitlich begrenzte Stillstände bekannt sind. Trotz der zurückliegenden Reparaturbedarfe blieb stets ein Aufzug während der Stillstandszeiten nutzbar. Bei einem der beiden Aufzüge mussten zwischen dem 15. November und 31. Dezember 2025 sechs Ausfälle meist aufgrund von Vandalismus behoben werden. Zu einem weiteren schadensbedingten Stillstand kam es vom 12.01. bis 14.01.2026. Seitdem sind beide vorhandenen Aufzugsanlagen im regulären Betrieb. Die mehrfachen Reparaturen erfolgten zeitnah durch die von der ProPotsdam beauftragten Fachfirmen. Die Anfahrtszeit für den Reparaturdienst, die Dauer für die benötigten Reparaturen und die Prüfung der Funktionsfähigkeit bedingten jeweils mehrstündige Stillstände des Aufzugs. Führt ein Aufzugsausfall zu einer Ausnahmesituation, in der sich der Weg zur eigenen Wohnung nicht mehr bewältigen lässt, und nimmt eine Mieterin bzw. ein Mieter Kontakt mit der ProPotsdam auf, organisieren wir für Einzelfälle alternative Unterbringungen und – soweit möglich – für Krankentransporte ausgebildetes Personal von darauf spezialisierten Fahrdiensten.

