Hitzeschutz in Potsdam: Jetzt handeln
Angesichts der zunehmenden Hitzewellen stellt sich die Linksfraktion solidarisch hinter die Forderungen vom Seniorenbeirat und der Volkssolidarität und bekräftigt ebenfalls ihre seit Jahren erhobene Forderung für einen konsequenten und verbindlichen Hitzeschutz für Potsdam. Hitze ist längst kein bloßes Wetterphänomen mehr, sondern ein ernstes Gesundheitsrisiko – insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.
„Es reicht nicht, Hitzeschutzkonzepte zu beschließen. Entscheidend ist, dass klar geregelt wird, welche Bereiche der Stadtverwaltung für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen verantwortlich sind und dass die erforderlichen finanziellen Mittel dauerhaft bereitgestellt werden“, erklärt Anja Günther, Stadtverordnete der Linksfraktion.
Wie der Beirat und die Volkssolidarität, sieht auch die Linksfraktion ein besonderes Defizit bei der Versorgung mit kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum. Benötigt werden schnell verfügbare mobile und stationäre Trinkwasserstationen an den Orten, an denen sie heute dringend gebraucht werden. Stattdessen werden aufwendig gestaltete Trinkbrunnen geplant, die deren Umsetzung offensichtlich viel Zeit und Geld kostet und deren Standorte sich anscheinend eher an historischen Vorgaben orientieren als an aktuellen bzw. zukünftigen Bedarfen der Bevölkerung.
Hinzu kommt ein praktisches Problem: Die beiden vorhandenen Trinkbrunnen in Potsdam sind für kleinere Kinder kaum selbstständig nutzbar. Beobachtet wurde beispielsweise, dass ein etwa sechsjähriger Junge den Wasserspender nicht alleine nutzen konnte. Dabei sollten öffentliche Trinkwasserangebote doch allen Menschen zugänglich sein – auch Kindern und Menschen mit Einschränkungen.
Trinkwasserbrunnen waren früher wichtige Einrichtungen auf fast allen öffentlichen Plätzen in Potsdam. Mit dem zunehmenden Klimawandel und den Hitzewellen Potsdam braucht auch heute auf allen öffentlichen Plätzen in Potsdam Wasser sowie mehr Schatten und mehr Bäume.
Die Linksfraktion fordert die Oberbürgermeisterin auf, Hitzeschutz endlich als kommunale Pflichtaufgabe zu behandeln und die notwendigen Maßnahmen zügig, verbindlich und ausreichend finanziert umzusetzen.
