Kita-Bedarfsplanung bis 2040: Chancen für bessere Bildungsqualität nutzen – keine voreiligen Schließungen
Die heute im Rahmen der Integrierten Kita- und Schulentwicklungsplanung (IKSP) vorgestellte Kita-Bedarfsplanung bis 2040 macht deutlich, vor welchen strukturellen Herausforderungen die Landeshauptstadt Potsdam angesichts sinkender Kinderzahlen steht. Die Fraktion Die Linke bewertet die vorgelegte Planung als solide Arbeitsgrundlage – und mahnt zugleich, die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen.
„Es ist ausdrücklich richtig, dass die Verwaltung Einrichtungsschließungen nicht als Standardlösung für Überkapazitäten vorsieht“, erklärt Dr. Sigrid Müller, Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Wir erwarten, dass dieser Grundsatz im weiteren Prozess auch wirklich Bestand hat.“
Die Linke begrüßt den Ansatz, Nutzungsänderungen bestehender Einrichtungen zu prüfen. Gut ausgestattete Kitas, die nicht mehr voll belegt sind, könnten zu Familienzentren, Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder sozialen Treffpunkten umgewidmet werden.
Entscheidend ist nun der nächste Schritt: Auf Basis der definierten Kriterien zum Umgang mit Überkapazitäten müssen Verwaltung und freie Träger gemeinsam und auf Augenhöhe besprechen, wie die Situation vor Ort konkret gestaltet wird. Im Mittelpunkt muss dabei immer die Verbesserung der Bildungs- und Erziehungsqualität stehen.
„Weniger Kinder pro Gruppe, mehr Raum für individuelle Förderung, bessere Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal – das sind die Ziele, auf die wir weiter hinarbeiten müssen. Sinkende Kinderzahlen dürfen nicht nur als Problem gesehen werden, sondern als Gelegenheit für eine echte Qualitätsoffensive in der frühkindlichen Bildung“, so Dr. Sigrid Müller.
Die Fraktion Die Linke wird den weiteren Planungsprozess aktiv begleiten und darauf dringen, dass Entscheidungen transparent, sozialverträglich und im Dialog mit Trägern, Beschäftigten und Eltern getroffen werden.

