Klinikum Ernst von Bergmann muss vollständig in kommunaler Hand bleiben

Gemeinsame Pressemitteilung von fünf Mitgliedern des Aufsichtsrates

Fünf kommunalpolitische Mitglieder des Aufsichtsrates des Klinikums Ernst von Bergmann setzen sich gemeinsam für ein zukunftsfähiges und wirtschaftlich stabiles Klinikum in kommunaler Hand ein. Eine Privatisierung lehnen sie ab.
Das Klinikum sollte nach ihrer Auffassung im alleinigen Eigentum der Landeshauptstadt Potsdam bleiben.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, das Klinikum Ernst von Bergmann als leistungsfähigen Vollversorger mit einer hochwertigen und zuverlässigen medizinischen und pflegerischen Versorgung für die Patientinnen und Patienten in Potsdam und der Region zu erhalten und dauerhaft wirtschaftlich stabil aufzustellen. Dafür setzen wir auf die Verlässlichkeit der kommunalen Trägerschaft statt auf den Einstieg privater Gesellschafter. Zugleich erwarten wir von der Oberbürgermeisterin, die dafür notwendigen Mittel im städtischen Haushalt abzubilden“, erklären die fünf Aufsichtsratsmitglieder

„Gesundheitsversorgung ist öffentliche Daseinsvorsorge und sollte nicht von Rendite bestimmt sein. Andernfalls könnten medizinisch unverzichtbare Angebote wie die Geburtshilfe aus wirtschaftlichen Gründen unter Druck geraten. Gleichzeitig würde die Stadt wichtige Einflussmöglichkeiten auf die Zukunft der Klinikgesellschaft als größter Arbeitgeber der Landeshauptstadt verlieren.“
„Wir stehen gemeinsam für ein wirtschaftlich starkes, zukunftsfähiges und kommunales Klinikum Ernst von Bergmann.“

Unterzeichnende: Nico Marquardt (SPD) · Wiebke Bartelt (BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN–Volt) · Ute Grimm (DIE aNDERE) · Lars Eichert (CDU) · Anita Tack (Die Linke)