Linke kritisiert Mondmieten bei Plattner-Neubau
Konstantin Gräfe, Fraktionsvorsitzender der Linken in der SVV Potsdam, kritisiert die von der Hasso-Plattner-Stiftung aufgerufenen Mieten für die neuen Wohnungen am Brauhausberg. Laut einem Bericht der Märkischen Allgemeinen beginnen die Nettokaltmieten bei rund 22 Euro pro Quadratmeter und reichen bis zu 29 Euro.
„Wer bis zu 29 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter aufruft, hat mit bezahlbarem Wohnen nichts zu tun. Solche Mondmieten verschärfen die ohnehin angespannte Situation auf dem Potsdamer Wohnungsmarkt. Plattner und seine Stiftung mögen sich hinter gemeinnützigen Zwecken verstecken, tatsächlich befeuern sie die Preisspirale auf dem Potsdamer Wohnungsmarkt.
Potsdam begibt sich in eine immer stärkere Abhängigkeit von Investoren und Mäzen. Dass dieser Weg fatal ist, zeigt sich hier erneut. Beim Verkauf des Minsk an die Hasso-Plattner-Stiftung wurde der Öffentlichkeit preisgedämpfter Wohnraum in Aussicht gestellt. Die Stadt hat sich hier aber offensichtlich mal wieder hinters Licht führen lassen. Die Stadt muss endlich aufhören, sich bei der Stadtentwicklung auf großzügige Versprechen einzelner Mäzene zu verlassen. Bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht durch die Hoffnung auf die Segnungen privater Vermögen, sondern durch eine starke öffentliche und kommunale Wohnungspolitik.“
