NEIN ZUM MILITARISTEN-DENKMAL VOR UNSEREM LANDTAG!

Die Fraktion Die Linke lehnt den geplanten Umzug der Steuben Denkmal-Attrappe ab.

Der Nachbau des Steuben-Denkmals steht seit 30 Jahren in der Schloßstraße, fast genauso lange wie das Original auf dem Steubenplatz.

Wenn Kulturbeigeordneter Wiegel von einem „Freiheitskämpfer” schwärmt, verschweigt er das Wesentliche. „Die Freiheit, für die Steuben 1776 gekämpft hat, war die Freiheit weißer Sklavenhalter”, so Co-Vorsitzende der Linksfraktion und Mitglied im Kulturausschuss, Tina Lange. „George Washington, unter dem Steuben diente, besaß versklavte Menschen.”

Das Original wurde am 2. September 1911 aufgestellt, dem Sedan-Tag, dem militaristischen Hurra-Gedenktag des Kaiserreichs, mitten in der Zweiten Marokko-Krise, auf persönlichen Befehl Wilhelms II. „Was hier betrieben wird, nennt das Fachgremium Erinnerungskultur selbst einen Akt restaurativen Historismus”, sagt Tina Lange. „Aubel baut sich eine preußisch imperiale Kulisse zurück. RZ Abriss hier, Denkmal-Attrappe Aufstellung da. Und nennt das dann Erinnerungskultur. Das ist Stadtbildpolitik von rechts.”

Annette Paul, Künstlerin und Sachkundige Einwohnerin der Linken im Kulturausschuss, hat an die Westfassade des Landtags geschrieben: „Ceci n’est pas un château.” Statt diesen zeitkritischen Dialog ernst zu nehmen, soll ein preußischer Militär davor aufmarschieren.

„Frau Aubel: Hören Sie auf Ihr eigenes Fachgremium. Und hören Sie auf, Geschichte so zurechtzubiegen, dass sie in Ihr konservatives Stadtmarketingkonzept passt.”, so Tina Lange.