Potsdam muss Leerstand konsequent bekämpfen!
Das Wohnhaus in der Charlottenstraße 12 steht seit Jahren leer. Die Substanz verfällt, Wohnungen bleiben unbewohnbar und fehlen auf einem Wohnungsmarkt, der für viele Menschen längst untragbar geworden ist. Mit unserem Antrag fordern wir die Verwaltung auf, ein verbindliches Instandsetzungsverfahren einzuleiten und alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Leerstand zu beenden.
Andere Städte zeigen, wie wirkungsvolles Verwaltungshandeln funktioniert. Frankfurt am Main hat eine feste Einheit, die systematisch gegen Mietwucher vorgeht. Berlin diskutiert öffentlich über mehr Personal, um u.a. überhöhte Mieten konsequent zu verfolgen. Wo Kommunen ihre wohnungspolitischen Stellen stärken, verbessert sich die Lage für Mieter deutlich. Das zeigt, dass eine wirksame Kommunalverwaltung zentral ist, weil sie Menschen schützt und den Wohnungsmarkt reguliert.
Dr. Anja Günther, Linke Stadtverordnete im Bauausschuss, sagt: „Wir haben ein Wohnhaus, das vollständig leer steht und seit Jahren verfällt.
Die Verwaltung hat ein Instandsetzungsgebot angekündigt, aber umgesetzt wurde nichts. Sie müssen jetzt handeln und alle verfügbaren Mittel einsetzen, damit dieser Wohnraum wieder hergestellt wird.“
Tobias Woelki, Vorsitzender der Linksfraktion, ergänzt: „Potsdam kann sich solche Leerstände nicht leisten. Wohnraum im Privateigentum führt immer wieder dazu, dass Häuser ungenutzt bleiben, weil Renditeinteressen durch Spekulation über dem Bedarf der Menschen stehen. Wenn Eigentümer ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, schadet das allen, die eine Wohnung suchen. Die Verwaltung muss jetzt Prioritäten setzen und konsequent gegen diesen Leerstand vorgehen. Dafür braucht Potsdam mehr Personal in den Bereichen, die Leerstand, Mietwucher und Zweckentfremdung kontrollieren. Städte wie Frankfurt und Berlin zeigen, dass mehr Stellen direkt zu besserem Schutz der Menschen führen.“
Die Linksfraktion erwartet, dass die Verwaltung den Fall ohne weitere Verzögerung bearbeitet und dem zuständigen Ausschuss im ersten Quartal
2026 berichtet. Jede nutzbare Wohnung zählt, und Potsdam muss diesen Wohnraum sichern.

