Potsdamer SVV wählt im zweiten Anlauf Immobilienhai in den Aufsichtsrat der ProPotsdam

Im zweiten Anlauf und nach einigem Überzeugungsaufwand der CDU gegenüber anderer Fraktionen, wurde Immobilienhai Wolfhard Kirsch nun doch in den Aufsichtsrat der ProPotsdam berufen.

Tobias Woelki, Vorsitzender der Potsdamer Stadtfraktion der Linken erklärt dazu:
„Die Stadtverordnetenversammlung hatte heute ein zweites Mal die Chance, einen eklatanten Interessenkonflikt, den Wolfhard Kirschs Berufung in den Aufsichtsrat der ProPotsdam mit sich bringt, abzuwenden. Es ist beschämend für dieses Gremium, dass man sich hier ohne Not hat weichklopfen lassen und nun einem Miethai Einsicht in geschäftliche Belange unseres kommunalen Wohnunternehmens gewährt, das eine maßgebliche Rolle spielt, wenn es um leistbares Wohnen in Potsdam geht.
Wir als Linke behalten uns auch im Aufsichtsrat vor, für jeden spezifischen Fall vor jeder Abstimmung die Befangenheit Herrn Kirschs zu prüfen.“

Isabelle Vandre, Linke Bundestagsabgeordnete für Potsdam ergänzt:

„Wenn man sich in Potsdam mit der Verdrängung von Mieter:innen befasst, beschäftigt man sich automatisch mit Kirsch & Drechsler. Nachdem wir ein Video posteten, in dem wir die Machenschaften von Wolfhard Kirsch behandeln, überzog er mich und die Bundespartei mit Unterlassungsforderungen. Wir stehen da natürlich drüber. Für Mieter*innen ist das allerdings nicht so einfach. Es ist eine Einschüchterungstaktik, die Kirsch hier anwendet, um Mieter*innen unter massiven Druck zu setzen und selbst unbehelligt Geschäfte auf Kosten der Mieter*innen machen zu können. Seine Berufung in den Aufsichtsrat der ProPotsdam ist nicht nur peinlich für die SVV, sondern auch ein Schlag ins Gesicht für alle Mieter*innen, die sich in Potsdam Mietwucher ausgesetzt sehen.
Wir als Linke lassen solche Machenschaften nicht zu und stehen an der Seite der Mieter*innen und gegen Mietwucher!“